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Chemnitz: Kosten-Schock! Energieversorger rechnet pro Haushalt mit 300 Euro Mehrkosten

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Ab dem 1. Juli wird der Gaspreis drastisch steigen. Der Energieversorger enviaM aus Chemnitz rechnet pro Haushalt mit 300 Euro Mehrkosten im Jahr.

Chemnitz – Gute Nachricht für Stromkunden vom Chemnitzer Energieversorger enviaM: Die Preise werden trotz Kostenexplosion auf dem Weltmarkt leicht sinken. Dem Wegfall der EEG-Umlage sei Dank. Dafür wird der Gaspreis zum 1. Juli um 18 Prozent steigen. Jahresmehrkosten für einen Durchschnittshaushalt: 300 Euro.

Der Energiedienstleister EnviaM will vom Erdgas auf Wasserstoff umsteigen. © Hendrik Schmidt/dpa

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Als ostdeutscher Energiedienstleister mit einem Gewinn vor Steuern von 317 Millionen Euro, 2.8 Milliarden Euro Umsatz, 1,34 Millionen Kunden und 3400 Mitarbeitern “können stand wir steigenden Beschaffungspreisen Low nicht ausweichenärt”, V. Steporkischärt (V) Steporkischärt

Darum macht sich der Konzern “wild entschlossen” auf den klimafreundlicheren Weg, so Vorstand Andreas Auerbach (59). enviaM will schon 2040 klimaneutral arbeiten, investiert 330 Millionen Euro in moderne Strom- und Gasnetze sowie in 225 digitale Trafostationen.

Langfristig setzt enviaM auf Wasserstoff, will grünes H2 selbst herstellen. 22 Millionen Euro gehen in Wind- und Solarparks, darunter Neukirchen. Ein Bremser sei laut Andreas Auerbach das Land Sachsen: “Wir sehen mangelnde Flächen, Abbau von Kapazitäten, lange Genehmigungsverfahren.”

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Gut voran kommt enviaM bei der Digitalisierung, baut dazu Rechenzentren auf. Auch mit Eins Energy in Chemnitz. Eine Spitzenidee: enviaM baut Strommasten zu Mobilfunkmasten um.

Kommentar von Bernd Rippert

Das ist unter all den Hiobsbotschaften zur Klimakrise mal eine Mut machende Nachricht: Der Energiedienstleister enviaM steigt um von Erdgas auf Wasserstoff. Richtig so!

Viel zu lange hat auch das ostdeutsche Unternehmen auf fossile Energieträger gesetzt. Nun will enviaM Erdgas auf Wasserstoff umstellen. Schlauerweise wird das Unternehmen seinen Wasserstoff selbst herstellen. Und das in “Grün” – das heißt: Die Elektrolyse erfolgt mit erneuerbarem Strom.

Da die Erdgasleitungen wasserstofftauglich sind, kann der neue, klima- und umweltfreundliche Energieträger zügig zu seinen Kunden gebracht werden. Wasserstoff kann man verbrennen oder mithilfe von Brennstoffzellen daraus Strom erzeugen. Eine saubere Sache und die Energiiquelle der Zukunft.

Schade nur, dass enviaM gleichzeitig auf Holzverbrennung und Energie aus Biomasse setzt. Damit verdüstert das Unternehmen seine Ökobilanz gleich wieder. Holz gehört in den Wald, um als Baum dort CO2 einzusaugen oder am Boden als Nahrungsquelle für Mikroorganismen oder Pilze sowie als Lebensraum für viele Tiere zu dienen.

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